Sie sind hier: Startseite » Games

Do Not Track

Über den weltweiten Handel mit unseren Daten

do not track

Unser Surfverhalten im Internet hat eine Industrie erschaffen, die die meisten von uns nicht kennen, sehen, kontrollieren oder in Frage stellen. Die Dokumentarfilmreihe Do Not Track möchte gemeinsam mit dem Nutzer herausfinden, was diese Industrie ist, was sie macht und was jeder darüber wissen sollte. Do Not Track dreht sich um Internet-Tracking und das Geschäft mit unseren Daten – mit einer außergewöhnlichen Umsetzung: Der Zuschauer kann anhand seiner eigenen Daten sehen, wer ihn gerade im Internet überwacht und welche konkreten Auswirkungen das hat. Do Not Track besteht aus sieben Folgen, die vom 14. April bis zum 9. Juni 2015 im Abstand von zwei Wochen auf donottrack-doc.de veröffentlicht werden.

Im Internet geben wir vieles von uns Preis: Wo wir gerade sind, wofür wir uns interessieren, wen und was wir lieben. Aber den wenigsten ist klar, was die Auswertung dieser Daten für uns und die Entwicklung unserer Gesellschaft bedeutet. Für Internetgiganten wie Google oder Facebook ist es ein Milliardengeschäft. Aus Millionen Datenpunkten, die wir wissentlich und unwissentlich im Internet hinterlassen, werden Persönlichkeitsprofile, die sich dann kommerziell nutzen lassen. Intimste Informationen über uns, die in Zukunft nicht nur entscheiden, welche Werbung wir sehen. Sie können auch Einfluss darauf haben, welchen Job wir bekommen, wie viel wir für unsere Versicherung bezahlen oder wie es um unsere Kreditwürdigkeit steht.

Do Not Track will Transparenz schaffen. Der Zuschauer soll anhand seiner eigenen Daten in Echtzeit verstehen können, wer ihn gerade im Internet überwacht. So kann jeder Zuschauer seine persönlichen Lieblingsseiten eingeben und bekommt gezeigt, welche Datentracker ihn gerade im Internet verfolgen. Anhand des eigenen Facebook-Profils wird erklärt, wie „Social Profiling“ funktioniert. Der Film zeigt auch auf, warum unser Handy mehr über uns weiß als unsere besten Freunde und was sogenannte Datenbroker mit unseren Informationen anstellen.

Das Projekt ist - wie das Thema - international und wurde von der französischen Produktionsfirma Upian in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, ARTE und dem National Filmboard of Canada (NFB) umgesetzt. Regisseur ist der kanadische Internetspezialist Brett Gaylor. Unterstützung bekommt er von Netzpersönlichkeiten aus Deutschland, Frankreich und Nordamerika, unter anderem dem bekannten Blogger und TV-Moderator Richard Gutjahr.

Zusätzlich zu den sieben Episoden werden auf www.donottrack-doc.de aktuelle Forschungsergebnisse und Artikel gesammelt. Die Nutzer können sich hier selbst aktiv einbringen und in Live-Chats und Kommentaren mit Experten diskutieren. Darüber hinaus berichtet der BR auf allen Ausspielwegen – Online, Fernsehen, Hörfunk – über dieses Thema, das jeden betrifft, der online ist.