ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM

Heimkinostart ist der 16.03.2018

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?

Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss ...

In ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM – Tagebuch einer Begegnung begleitet Regisseur Jakob Preuss den Weg des Kameruners Paul Nkamani von einem improvisierten Flüchtlingscamp in Marokko über die Erstaufnahme für Asylsuchende in Eisenhüttenstadt bis ins elterliche Wohnzimmer des Regisseurs. Der Film erzählt eine ganz persönliche Migrationsgeschichte und eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Regisseur und Protagonist im politisch brisanten Umfeld der europäischen Migrationsdebatte.

Bereits 2011, noch bevor der Begriff „Flüchtlingskrise“ aufkam, begann der Filmemacher und gelernte Jurist an den Außengrenzen der EU mit den Vorbereitungen für seinen Dokumentarfilm. Sein Fokus lag zunächst auf der europäischen Innenansicht, auf dem Grenzregime und auf Institutionen wie Frontex oder der Bundespolizei, doch aufgrund der persönlichen Begegnung mit dem Kameruner Paul Nkamani und dessen dramatischer Überquerung des Mittelmeers erweiterte Jakob Preuss den bisherigen Plan – fortan begleitete er Paul auf dessen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Noch nie gelang es einem Film, die einzelnen Aspekte der Migrationsdebatte so ergreifend und anschaulich anhand eines bewegenden Einzelschicksals zu beleuchten. ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM thematisiert sowohl Fluchtursachen, Leben im Transit, Gefahren einer Mittelmeerüberquerung, Sichtweisen des Grenzschutzes, als auch Vorgaben durch das Europäische Asylsystem bis hin zur Ankunft am Sehnsuchtsort und gelebte Willkommenskultur. Regisseur Jakob Preuss schafft es, dem Thema Migration durch Paul Nkamani ein Gesicht zu geben.

ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM ist der zweite abendfüllende Film von Regisseur Jakob Preuss. Mit seinem Dokumentarfilm „The other Chelsea – A story from Donetsk“ gewann der Filmemacher zahlreiche renommierte Preise, u.a. den First Steps Award und den Grimme Preis sowie den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2011.

ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM ist eine Produktion von Weydemann Bros. GmbH (Jakob D. Weydemann, Jonas Weydemann) in Koproduktion mit ZDF Das Kleine Fernsehspiel. Gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW und der Nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

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