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Peterchen auf Rügen

Das Buch zum Film - von Marlon Baker

Peterchen auf Rügen

Peterchen besucht seinen Cousin Paul auf Rügen, dort gehen sie mit Pauls bestem Freund Robert an einen FKK-Strand. Zuerst sieht es nach einem tollen Tag aus ... doch dann erwacht Peterchen am Strand und ist ganz allein und nackt! Was soll er jetzt bloß tun? Am Horizont ziehen bereits erste dunkle Wolken auf, und so steuert er eine Bushaltestelle an, um mit dem Bus nach Hause fahren zu wollen ... Doch da hat Peterchen seine Rechnung ohne die zahlreichen Erwachsenen gemacht, die ihn mit Verwürfen konfrontieren, warum er hier an der Haltestelle nackt sitzt und auf den Bus wartet ... Ein schreckliches Tohuwabohu nimmt seinen Lauf, das Peterchen nicht versteht. Denn noch vor 10 Minuten war es völlig in Ordnung, nackt an einem Strand zu liegen ... Erste Erwachsene ergreifen Partei für den Jungen und die Geschichte nimmt einen sonderbaren Verlauf ... bis sie sich auf magische Weise in Wohlgefallen auflöst ...

Das Buch zum Film ist da! Als Paperback für nur 5 Euro, inkl. der Geschichten "Peterchen auf Rügen", "Es geschah eines Nachts" und "Death by Chocolate", die zur Zeit auf Rügen verfilmt werden. Und als E-Book für gerade einmal 2,99 Euro.

Den Kurzfilm gibt es exklusiv auf Vimeo:
https://vimeo.com/ondemand/peterchen

Das Ausleihen (für 24 Stunden) kostet EUR 1,50
Der Download und Stream kostet EUR 5,99

Marlon Baker im Gespräch

Marlon Baker

Exklusiv gibt uns der Autor und Filmemacher Marlon Baker ein Interview zu seinen Filmprojekten, die er derzeit auf Rügen realisiert.

MANIAX: Sie sind bekannt dafür, dass Sie der Gesellschaft mit Ihren Werken als Autor und Filmemacher einen Spiegel vorhalten, in denen die Gesellschaft zuweilen mit ihren eigenen Vorurteilen und Klischees konfrontiert werden. Was zeichnet die in Peterchen auf Rügen veröffentlichten Kurzgeschichten aus, dass gerade diese drei auf Rügen verfilmt werden; ihr Fundus an Kurzgeschichten hält ja noch Dutzende andere bereit?

MARLON BAKER: Als die Idee im Sommer 2014 aufkam, Kurzfilme auf Rügen zu realisieren, stand schnell fest, welche Geschichten sich dazu am besten eignen würden. Es sind Geschichten, die das Leben selbst geschrieben hat und die zum Teil auf wahren Begebenheiten beruhen - insbesondere Peterchen und der Rasende Roland. Diese drei Geschichten wirken einzeln genauso gut wie wenn man sie zusammen liest oder sieht. Allerdings musste ich feststellen, dass gewisse Themen immernoch mit einem Tabu behaftet sind, auch wenn sie sich in der Geschichte oder im Film in Wohlgefallen auflösen.

MANIAX: Ist die Zeit reif für diesen Zyklus an Kurzfilmen?

MARLON BAKER: Es ist längst überfällig, diese Geschichten einem größeren Publikum durch das Medium Film bekannter zu machen, da sie ernormes Potenzial haben, die Leute zum Nachdenken anzuregen, auch wenn dann und wann mit Vorurteilen und Klischees auf die Inhalte oder Doppeldeutigkeit einer Geschichte reagiert wird. Leider ist das derzeit auch innerhalb des Film-Teams zu beobachten.

MANIAX: Gibt es Unstimmigkeiten innerhalb der Filmcrew?

MARLON BAKER: Allerdings! Und die beziehen sich insbesondere auf die Inhalte und Botschaften, die meine Geschichten mit sich tragen, und wie sie im Film transpotiert werden. Doch ist man als Autor und Filmemacher bereit, sich künstlerisch "kastrieren zu lassen", um es allen gerecht zu machen? Die künstlerische Freiheit darf nicht durch das klischeehafte Denken Einzelner zerstört werden, und so versuche ich gerade, einen goldenen Mittelweg zu finden, mit dem alle Beteiligten leben können, um den ersten Film endlich veröffentlichen zu können.

MANIAX: "Alle wollen Sie in meinem Lichte stehen, doch vergessen sie vor lauter Eifer, dass auch ich dunkle Schatten werfe!" Mit diesem Zitat haben Sie vor einiger Zeit einmal Ihre Fans und Leser beschrieben. Was bedeutet dieser Satz für Sie?

MARLON BAKER: Viele vergessen, dass ich in vielen Themen und Genres zuhause bin, und es kommt dann und wann vor, dass man unterschiedliche Themen und Genre miteinander verbindet oder einen Zusammenhang erkennen will, obwohl ich stets unterstreiche, dass die Literatur für Erwachsene eine andere ist, als die, die ich voller Herzblut und Engagement für Kinder und Jugendliche schreibe. Diese beiden Welten zu trennen, obliegt dem Leser allein. Doch auch hier kommt es zu Missverständnissen - insbesondere dann, wenn der Leser / die Leserin dem Charakter Marlon Baker in meinen Büchern begegnet. Plötzlich erkennen sie, dass auch ich dunkle Schatten nach mir ziehe - obwohl ich nicht müde werde, zu sagen, dass der Marlon Baker, dem man in meinen Büchern begegnen kann, nicht der Marlon Baker ist, der diese Bücher schreibt.

MANIAX: Sie sind einer der wenigen Autoren, die konsequent in den eigenen Geschichten auftauchen. Was ist der Reiz für Sie, in Ihren eigenen Welten mitzuwirken?

MARLON BAKER: Oft halte ich das Gleichgewicht in der Waage oder versuche, Dinge zu verarbeiten, die mir oder einer nahestehenden Person widerfahren sind. Stephen King hatte einst behauptet, dass er wohl Massenmörder geworden wäre, wenn er nicht Bücher schreiben würde. Ähnliches kann auch ich von mir behaupten: Das Schreiben ist eine gute Möglichkeit, mit Dingen abzuschließen, oder sie literarisch so zu beenden, dass sie mir nicht mehr schwer auf der Seele lasten. Allerdings gibt es auch immer wieder Leser und Fans, die glauben, der Marlon Baker in den Büchern sei die selbe Person, wie die, die sie schreibt. Dem ist nicht so!

MANIAX: Sie machen ein großes Geheimnis daraus, wenn man Sie über persönliche oder gar familiäre Dinge fragt. Hat das einen bestimmten Hintergrund?

MARLON BAKER: Was ist schützenswerter als das eigene Ich und die Familie, die hinter einem steht und den nötigen Halt und Bodenhaftung gibt? Niemanden hat es zu interessieren, wer zu meiner Familie gehört oder was wir unternehmen. Und nach einem hartnäckigen Stalker, der mich über ein Jahr belästigt hat, und der Androhung, es würde sich lohnen, eines meiner Kinder zu entführen, wurden die Schotten noch dichter gemacht, und kein Sterbenswörtchen kommt mir mehr über die Zunge, was Privates angeht!

MANIAX: Wann wird es Peterchen auf Rügen zu sehen geben?

MARLON BAKER: Ab dem 01.November 2014 exklusiv auf Vimeo.com

MANIAX: Wir wünschen Ihnen jedenfalls auch weiterhin viel Erfolg mit Ihren Büchern und Filmen.

MARLON BAKER:
Vielen Dank!

Geführt wurde dieses Interview von unserem freien Mitarbeiter Simon Wagner.