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Pamela Gelfert

Interview der Autorin mit ihrem Verlag el Gato

Pamela Gelfert

Wie viel Bücher hast du bereits veröffentlicht?

Kurz und knapp: Vier Romane.

Ich weiß, dass du bereits eine Fantasy Trilogie und einen Agententhriller veröffentlicht hast. Das sind ja nun absolut unterschiedliche Genre. Wie kam es dazu?

Ganz einfach.
Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die beim Büffet am liebsten von allem kostet. Und das bezieht sich auch auf mein Leben. Ob ich nun im Studium Vorlesungen besuche, die absolut nichts mit meiner Studienrichtung zu tun haben oder eben in der Literatur möglichst viele Genre durchprobieren will. Es macht einfach Spaß, einmal andere Dinge auszuprobieren. Jedes Genre hat auch seine eigenen Herausforderungen.

Mein Hauptaugenmerk liegt auf Fantasy und mein nächster Roman wird auch wieder in diesem Genre spielen. Aber ich habe trotzdem auch Ideen für Horror, Krimi, ja sogar für einen Liebesroman. Aber das wird wohl das Letzte sein, was ich davon in Angriff nehme.

Im Schatten der Rache

Wie kam es, dass du ein Buch schreiben wolltest. Kam dir ganz spontan der Gedanke oder gab es einen Auslöser?

Es gab keinen Auslöser. Ich schreibe Geschichten, seit ich klein bin. (Wenn das mal kein typischer Satz ist). Auch wenn meine ersten Geschichten natürlich sehr kindliche Themen haben: Leben auf dem Bauernhof, Tiere und die Logik in diesen Geschichten überhaupt nicht existiert. Es lebe die kindliche Naivität ^^.

Irgendwann wurden die Geschichten immer länger. Und schließlich hatte ein Werk soviele Seiten, dass es genug für ein Buch war und ich mir dachte: Hey, nerve ich doch mal ein paar Verlage und frage, ob sie das veröffentlichen. Auch jetzt gibt es nie Auslöser. Als Tagträumerin bekomme ich stets Dutzende von Ideen, die ich einfach aufschreiben will. Alle werde ich aber nie schaffen. Es sei denn natürlich ich werfe mein Studium hin, sperre mich ein und schreibe 24 Stunden am Tag.

Hast du dich dann einfach hingesetzt und losgeschrieben?

Wie viel Zeit hast du für die Vorbereitung benötigt und wie viel Zeit fürs Schreiben?
Bei der Trilogie habe ich mich wirklich einfach hingesetzt und losgeschrieben. Aber bei dem Thriller hatte ich es nicht ganz so einfach. Ich habe eine ziemlich lange Vorbereitung benötigt. Mindestens zwei Monate lang habe ich Dutzende Seiten mit Planung vollgeschrieben, ehe ich richtig losgelegt habe. Zuerst wurden die Charaktere festgelegt, bis hin zu ihren Lieblingsessen, selbst wenn das im Buch keine Rolle spielt. Ich wollte die Personen einfach genau kennen. Danach wurde ein Zeitstrahl angelegt, ein roter Faden geplant und so weiter und sofort.

Ich habe schon oft gehört, dass Autoren berichten, dass ihre Figuren ein Eigenleben entwickeln. War das bei dir auch so?

Ja, leider! Unmöglich ist das von den Figuren. Manchmal machen sie einfach, was sie wollen und dann landen sie in einer Situation, wo ich mir als Autor denke: Na toll, wie kriege ich sie da wieder raus. Ganz mies von den Figuren ist es auch, wenn sie mich nicht schlafen lassen, weil ich mit ihnen noch Dutzende Szenen im Kopf durchleben muss und der Aus-Knopf für Gedanken noch nicht erfunden wurde, Manchmal sind eigene Charaktere wie Kinder – furchtbar anstrengend, aber gleichzeitig hat man sie einfach lieb.

Wie stark arbeitest du die Charaktere heraus? Wie findest du Namen und woher holst du die Figuren?

Bei dem ersten Teil der Frage verweise ich ganz dezent nach oben zu der Frage mit der Vorbereitung. Bei dem Thriller habe ich es mir mit den Namen „recht“ einfach gemacht. Ich habe ein Vornamenbuch durchgeblättert und darauf gehofft, dass ich bei irgendeinem Namen sage: Ja, der ist es. Zum Glück hat das immer geklappt.

In meiner Trilogie habe ich vor allen für Nachnahmen (manchmal auch für Vornamen) lateinische Wörter so abgewandelt, dass daraus ein Name wurde. Die lateinische Übersetzung sollte dann meist irgendetwas mit der Person zu tun haben. Für den Thriller erschien mir das unpassend.

Wie sehen deine Recherchearbeiten aus? Kennst du die Gegend, in der dein Roman spielt?

Ich nicht, aber google map schon. Meist nutze ich zum Beispiel google Streetview, um die Gegenden ein wenig kennenzulernen. Generell halte ich aber auch einfach Beschreibungen sehr allgemein, damit der Ort theoretisch auch überall sein könnte.

Wie fühlt es sich an, wenn du dein Werk in den Händen hältst?

Toll. Großartig. Fantastisch. Ein wenig wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Naja. Eigentlich noch besser Schon in den Tagen, bevor das Werk raus kommt und der Postbote es mir bringt, kann ich vor Aufregung nicht schlafen. Wäre das medizinisch nicht unmöglich, ich würde behaupten mein Herzschlag läge bei 200-mal pro Sekunde.

Was tust du, um selbst bekannter zu werden? Oder überlässt du das ganz deinem Verlag?

Das ist doch wohl klar. Ich überlasse alles den Verlag. Ich habe das Buch doch schon geschrieben …
Nein. Nicht ernst gemeint Das wäre wohl die völlig falsche Denkweise. Ich wende mich an den lokalen Buchhandel, dass sie das Buch ins Geschäft nehmen und außerdem schreibe ich Zeitungen an. Es ist immer wunderbar, wie „viele“ zurückschreiben. Nichts gegen Absagen, aber gar nicht antworten ist irgendwie … naja … blöd. Außerdem halte ich Lesungen, vorausgesetzt das Studium lässt mir die Luft dazu.

Gibt es noch etwas, was du schon immer mal loswerden wolltest?

Danke an meine Leser. Ihr seid die Besten! Jedes Feedback lässt mein Herz höher schlagen. Und ich bin froh, dass es euch gibt. Ich habe durch das Schreiben unglaublich viele tolle und interessante Menschen kennengelernt. Das ist einfach wunderbar. Und ich bin auch meiner Familie und meinen Freunden sehr dankbar für ihre Unterstützung. Und natürlich, nicht zu vergessen, danke ich auch den Verlegern, die mir eine Chance geben. Das ist wirklich keine Selbstverständlichkeit für mich.

Mehr von der Autorin erfahrt ihr auf ihrem persönlichen Blog
Ihre Trilogie Sklavin des Schicksals erschien im AAVAA Verlag
Im Verlagshaus el Gato veröffentlichte Pamela Gelfert “Im Schatten der Rache”, was als E-Book und als Print zur Verfügung steht.